Shark Bay World Heritage Area

Das letzte große Ziel auf meiner weiten Reise durch Westaustralien – insgesamt habe ich die vergangenen drei Wochen über 5300 km zurückgelegt – war das UNESCO Weltnaturerbe-Gebiet »Shark Bay«.

Um eines gleich vorweg zu sagen, ohne 4WD-Fahrzeug ist man bei der Erkundung dieses Gebiets etwas eingeschränkt und so gab es während meiner knapp drei Tage, die ich hier oben verbrachte, genug Zeit zum Erholen und Entspannen an den Stränden.

Mein erstes Ziel war die Stromatolithenkolonie im marinen Schutzgebiet bei »Hammelin Pool«. In den letzten 2000 bis 3000 Jahren haben die dort lebenden Mikroorganismen diese Sedimentgesteine wachsen lassen. Die Mikroorganismen selbst ähneln wohl den frühsten Lebensformen, die schon vor über 3,5 Milliarden Jahren die Erde bevölkert haben und sind daher von so großer wissenschaftlicher Bedeutung.

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Stromatolithen im »Hamelin Pool Marine Nature Reserve«

Der »Shell Beach« ist einer von nur zwei Stränden auf der Welt, der komplett aus Herzmuscheln (Fragum erugatum) besteht. Ein wunderschöner Strand, an dem man das ein oder andere Mal im kristallklaren Wasser schwimmen kann. Herrlich 🙂

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Shell Beach
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Shell Beach

In »Monkey Mia« kann man frei lebende Delfine hautnah erleben.

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Großer Tümmler (Tursiops truncatus)

Die hier lebenden Delfine kommen seit mehreren Jahrzehnten fast jeden Morgen an den Strand. Das Ganze ist inzwischen zu einer großen Touristenattraktion geworden, es ist aber auch ein tolles Erlebnis die Tiere von so nah sehen und beobachten zu können. Man kann davon nun halten, was man will und auch ich war zunächst kritisch gegenüber der Sache. Allerdings wird das ganze Prozedere von zwei Mitarbeitern streng überwacht und kontrolliert. Ebenfalls sind auch die Fütterungen seit 1994 streng limitiert und finden nur noch am frühen Vormittag statt. So lange das ganze der Erforschung und einhergehend damit dem Schutz dieser einzigartigen und tollen Geschöpfe dient, kann ich in unserer heutigen Zeit gut damit leben.

Neben Delfinen sieht man auch ein paar Pelikane am Strand und auch hier in »Monkey Bay« kann man wunderbar im Meer schwimmen.

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Pelikan
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Pelikane

Wem das trotz allem zu touristisch ist, der kann am »Eagle Bluff« Haie, Rochen, Schildkröten und andere Tiere beobachten. Ich habe hier fast zwei Stunden damit verbracht und konnte auch alle zuvor genannten Meerestiere sehen. Na ja, zumindest erahnen, denn es empfiehlt sich, ein Fernglas dabei zu haben, da der Boardwalk entgegen meinen Erwartungen ganz schön weit über dem Meer errichtet wurde. Dank eines 300 mm Teleobjektivs ist mir aber zumindest von den Rochen ein vorzeigbares Bild gelungen.

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Rochen

Übernachtet habe ich zwei Nächte in Denham, einer ehemaligen Perlenfischerstadt, die eine ganz hübsche Promenade entlang der Küste vorweisen kann. Außerdem gibt es im hiesigen Besucherzentrum eine informative Ausstellung zum Weltnaturerbe »Shark Bay« zu erkunden und eine Rekonstruktion der Ereignisse zum Untergang der HMAS Sydney, die im Kampf mit dem deutschen Hilfskreuzer HSK Kormoran am 19. November 1941, nur einige Seemeilen entfernt von Denham, sank.

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