The Catlins – der Südosten der Südinsel

Folgt man von Manapouri der »Southern Scenic Route« weiter in den Süden, so landet man irgendwann nach Invercargill in den Catlins – ein dünn besiedeltes Gebiet im Südosten der Südinsel, das unendlich anmutende Schafweiden, fast menschenleere Strände und eine raue aber malerische Küstenlandschaft besitzt.

»Slope Point«

Der »Slope Point« ist der südlichste Punkt der neuseeländischen Südinsel, den ich aufgrund der langweiligen Beschreibung erst gar nicht machen wollte. Irgendwas bewog mich jedoch dennoch dazu und ich bin über dieses »Irgendetwas« froh, denn der kleine Umweg hat sich auf alle Fälle gelohnt. Raue stürmische See trifft auf steile Kliffs, nur sehr wenig Touristen und das alles nur noch 4803 Kilometer vom Südpol entfernt. Einfach großartig!

»Porpoise Bay« und »Curio Bay«

Der kilometerlange Strand »Porpoise Bay« ist aufgrund der hohen Wellen bei Surfern sehr beliebt, lädt aber auch einfach zu einem entspannten und langen Strandspaziergang ein. Nur wenige hundert Meter davon entfernt liegt die »Curio Bay«, die vor allem für den über 180 Millionen Jahre alten versteinerten Wald bekannt ist. Und tatsächlich sieht man, wenn man genau hinschaut, einige versteinerte Baumstämme im Boden. Am Abend hieß es hier dann ausharren, um einige der seltenen Gelbaugenpinguine aus dem Wasser kommen zu sehen. Leider hat sich aber bis zum Einbruch der Dunkelheit kein einziger an Land gewagt. Dafür hatte ich am darauffolgenden Tag bei Morgendämmerung Glück und konnte einen Gelbaugenpinguin dabei beobachten, wie er zurück ins Meer gewatschelt ist. 🙂 Für ein vorzeigbares Bild von ihm war es zwar noch zu dunkel, jedoch war es ein unvergesslicher Moment. Und dann war da ja noch dieser bevorstehende, traumhaft schöne Sonnenaufgang direkt am Meer – einfach einmalig!

»Koropuku Falls«

Ein kleines, sehr unauffälliges Schild am Straßenrand weißt auf diesen nur 11 m hohen und damit eher unspektakulären Wasserfall hin. Der schmale Pfad führt durch ein sehr schönes Stück Regenwald und macht den vergleichsweise kurzen Weg trotzdem lohnenswert.

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»McLean Falls«

Einige Kilometer weiter entfernt sind die deutlich interessanteren »McLean Falls« (dafür ist man hier aber auch nicht lange alleine).

»Cathedral Cave«

Diese Strandhöhle gehört mit einer Tiefe von knapp 150 m zu den längsten Strandhöhlen der Welt und ist nur bei Ebbe zugänglich, wenn die beiden Höhleneingänge und Teile des Meeresbodens freigelegt werden. Ich hatte, da gerade die Flut wieder einsetzte, etwas Glück und durfte als letzter noch das Tor passieren mit der Bedingung, dass ich mich ja beeile. In der Höhle selbst habe ich mich dann auch nur einige Minuten aufgehalten, da die Wellen schon sehr schnell wieder tief in die Höhle vordrangen. Nasse Schuhe (und das ausnahmsweise nicht wegen des Regens, denn der setzte erst danach ein) habe ich aber trotzdem bekommen.

»Florence Hill Lookout«

Von diesem Aussichtspunkt aus hat man eine tolle Sicht auf das Meer und die »Tautuku Bay« zur Rechten beziehungsweise die »Tahakopa Bay« zur Linken. Weltuntergangsstimmung inklusive, denn hier oben zog ein Sturm auf und es ging für kurze Zeit richtig rund.

»Pourakanui Falls«

Ein weiterer schöner Wasserfall, den man nach langer Fahrt auf einer Schotterstraße erreicht. Hier unten im Südosten sind aber sehr viele Straßen nicht geteert. Dafür ist der Weg zu Fuß umso kürzer.

»Jack’s Bay« und »Jack’s Blowhole«

Mit Abstand mein persönlicher Höhepunkt des heutigen Tages (und der hatte ja wirklich viel zu bieten). Ein kleines Robbenbaby auf der Veranda eines Einheimischen (der hatte mich eingeladen, ihm zu folgen) und noch mehr Robben und Seelöwen direkt am Strand – und ich war dort komplett alleine. Einfach wunderschön!

Eine kurze Wanderung zum »Jack’s Blowhole« rundete den Tag ab. Allerdings war das Meer heute wohl etwas zu ruhig, so dass ich die eigentliche Attraktion – eine gewaltige Wasserfontäne, die aus einem 55 m tiefen und 144 m langen Loch schießen soll – leider nicht sehen konnte. Lohnenswert war es jedoch schon allein wegen des Weges dorthin, vorbei an Schafweiden und Küstenwald. Außerdem hatte man von oben einen wunderschönen Blick über die Küstenlinie und die felsigen Klippen der »Jack’s Bay«.

»Nugget Point« und »Roaring Bay«

Zum Abschluss meines Ausflugs an die Südostküste und die Catlins ging es am dritten Tag noch zum »Nugget Point«, einem Kap an der Küste, das von mehreren einzelnen Felsen – den »Nuggets« – umgeben ist und ein berühmtes Postkartenmotiv darstellt. 76 m über dem Meeresspiegel steht der 1869 erbaute Leuchtturm. Und das alles endlich mal wieder bei strahlendem Sonnenschein und warmen 20 °C!

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