Nambung und Kilbarri NP

Weiter ging es am frühen Samstagmorgen (12.05.) auf dem »Indian Ocean Drive« entlang der Küste in Richtung Norden. Immer wieder habe ich auf dieser Strecke eine tolle Aussicht auf den tiefblauen Indischen Ozean und sehe fast surreale weiße Sanddünen, die sich deutlich vom umgebenden Buschland abheben.

Meinen ersten Stopp an diesem Tag machte ich im »Nambung National Park«, in dem sich die berühmten »Pinnacles« befinden. Dabei handelt es sich um kleine und große, mal langweilig mal sehr bizarr geformte Kalksteinsäulen, die vor einigen Millionen Jahren entstanden sind. Zwar kann man die Wüste mit den »Pinnacles« auf einer Sandstrecke mit dem Auto abfahren (Australier und ihre 4WD – selbst an Stränden ist man davor nicht sicher), ich bevorzugte aber die Strecke und die vielen verschiedenen Formationen lieber ganz in Ruhe zu Fuß zu erkunden. Ein weiteres tolles Wunder der Natur, das ich auf meiner Reise erleben durfte.

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Tolles Farbenspiel – der gelbe Wüstensand mit den »Pinnacles« und im Hintergrund die weißen Sanddünen und das blaue Meer/der blaue Himmel. Dazwischen mischt sich noch das grün von den Büschen.

 

 

Ein kurzer Stopp folgte nahe Greenough, wo die starken Winde die Bäume zu extremem Wachstum zwingen.

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Greenough Leaning Tree

Weiter ging mein Weg über Geraldton zu meinem dritten Stopp des heutigen Tages: dem »Pink Lake« nahe »Port Gregory«. Dieser See hat im Gegensatz zu normalen Seen eine pinke Farbe. Leider führt er momentan nur sehr wenig Wasser, sodass die Färbung nicht sonderlich gut ausgeprägt war.

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Pink Lake

Am Nachmittag erreichte ich dann Kalbarri und genoss die letzten Sonnenstrahlen (und einen weiteren schönen Sonnenuntergang) in dem kleinen Städtchen.

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Sonnenuntergang in Kalbarri

Der »Kalbarri National Park«, den ich am Sonntag (13.05.) besuchte, weckte bei mir mit seinen tiefen roten Schluchten, tollen Felsformationen und dem grasgrünen »Murchison River« Erinnerungen an meine Rundreise im Westen der USA vor acht Jahren, als wir drei tolle Tage in Arizona im »Grand Canyon National Park« verbrachten.

Zunächst führte mich der Weg am frühen Morgen zum »Nature’s Window«, einem Fensterrahmen aus Stein, der einen wirklich einzigartigen Blick auf die Schlucht und den Fluss eröffnet.

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Nature‘s Window
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Nature‘s Window

Direkt von dort aus ging es auf dem neun Kilometer langen »Loop Trail« (my tour on Komoot) zunächst entlang der Klippen bis hinunter zum »Murchison River«, der hier fast am Ende seiner knapp 700 km langen Reise ist und dann in Kalbarri in den Indischen Ozean fließt. Die Temperatur nahm immer weiter zu und ein weiteres Mal war ich froh, im Winter und nicht im Sommer hier zu sein. Es hatte so heute nur etwa 30 – 33 °C anstatt der bis zu 50°C im Sommer. Auf dem Weg sah ich auch wieder zwei Kängurus, nur leider hatte ich zu dem Zeitpunkt gerade ein Weitwinkelobjektiv auf meiner Kamera aufgeschraubt und so wird aus dem folgenden Bild ein kleines Suchbild …

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Wo verstecken sich die Kängurus?

 

Außerdem traf ich auf dem Weg zwei sehr nette Weltreisende, mit denen ich einen Teil der Wanderung zurücklegte (@Anja und Peter: Viel Spaß noch auf eurer Reise und Danke für den tollen Vormittag.).

Sehr nervig waren heute (und auch schon in abgeschwächter Form vor einigen Tagen im »Fitzgerald-River NP«) allerdings die vielen aggressiven Fliegen, die permanent um einen herumschwirren und sich bevorzugt in den Ohren, an den Augen und an der Nase aufhalten. Das ist mit der Zeit echt extrem nervtötend und hielt mich heute auch davon ab, noch eine zweite lange Tour zu unternehmen. So fuhr ich also nur noch zum Aussichtspunkt für den »Z Bend« (hier hat sich der »Murchison River« in einer Z-Form durch den Fels gearbeitet), sprang auf einem kurzen Weg nochmals schnell hinunter zum Ufer des Flusses und machte mich anschließend auf den frühzeitigen Rückweg. So konnte ich den Spätnachmittag immerhin noch am Strand und im Meer genießen.

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»Z Bend«
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Murchison River beim »Z Bend«

Heute Morgen ging es auf meinem Weg zur »Shark Bay« noch einmal durch den Nationalpark, was mir ermöglichte, die beiden letzten Höhepunkte auf dieser Strecke ebenfalls noch mitzunehmen. Beim »Hawks Head« hatte ich abermals einen wunderschönen Blick auf die Schlucht und am »Ross Graham Lookout« lief ich ein weiteres Mal bis hinunter zum Fluss.

 

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